Bist du auch ein Halter von Gotlandschafen und willst mit auf die Karte? Schreib mir einfach! ich würde mich freuen, wenn wir hier viele Herden zusammen bekommen. Der Eintrag ist natürlich kostenlos.

Wir wirtschaften im  Nebenerwerb auf ca. 2 ha Wiesen im Erzgebirge, unweit der Augustusburg an den Ufern der Flöha. Im Hauptberuf arbeitet Marcus als Leiter der Pflanzenproduktion in der Agrargenossenschaft "Bergland" Clausnitz e.G.

Die Schafe dienen der Gewinnung von Fleisch, Wolle und Fellen. Sie sind ideal zur Haltung im Erzgebirge geeignet und wie man erkennt, vielfältig nutzbar.  Die Schafhaltung dient außerdem als Kontrapunkt zum manchmal stressigen, Alltag.

Unsere Herde Gotländischer Pelzschafe umfasst derzeit 10 Mutterschafe und einen Bock.
Die Schafe werden ganzjährig draußen gehalten. Im Winter leben sie im Offenstall, wo sie Heu und zur Lammzeit etwas Kraftfutter (Getreide, Presskuchen) erhalten. Man rechnet im Schnitt mit 2 Lämmern je Mutterschaf, die Anfang April geboren werden.

Wir vermarkten unsere Produkte ausschließlich direkt. Zur Zeit sind das ca. 15-20 kg Wolle und einige Felle pro Jahr. Wir lassen von unserem Fleischer auch Fleisch und sehr leckere Wurst, die selbstverständlich auch erworben werden kann, von unseren Tieren herstellen.

Wir scheren die Tiere selbst. Die Schur der Gotlandschafe erfolgt zweimal jährlich, im Frühjahr und im Herbst, denn sonst würde die Wolle zu sehr verfilzen und unbrauchbar werden.

Beliebt ist die Wolle vom Gotlandschaf, da sie sehr strapazierfähig ist und sich sehr gut verspinnen oder filzen lässt. Aber auch das Fleisch ist sehr schmackhaft. Es erinnert im Geschmack eher an zartes Wildfleisch, weniger an Schaf, als es z.B. bei den Fleischschafrassen der Fall ist.

Die Wirtschaftlichkeit einen solch kleinen Betriebes, wie unserem, ist relativ schwierig darzustellen. Besonders für Betriebe unter 3 ha ist es schwer, da diese keine Direktzahlungen (flächenbezogene Fördergelder) beantragen können. Im neuen Agrarförderprogramm Sachsens wird in bestimmtem Kulissen die Schafhaltung gefördert, dennoch sind wir auch auf eine faire Bezahlung unserer Produkte angewiesen.

Gern würden wir den Betrieb noch etwas ausweiten und Fläche pachten oder erwerben. Damit könnte eine langfristige Wirtschaftlichkeit sichergestellt werden.


Der Ehrlerhof ist ein bäuerlicher Kleinbetrieb und kommt ohne mineralische Düngemittel und chemisch-sythetischen Pflanzenschutz aus.

Betriebsspiegel

Zu unserem Hof gehören 8 ha Grünland und 4 ha Wald. Das Grünland bewirtschaften wir seit 1995 sehr extensiv mit unseren Schafen. Unser Ziel ist ein artenreiches, fruchtbares Grünland. Die Bewirtschaftung entspricht den Richtlinien der naturschutzgerechten Beweidung (nach KULAP 73/99).

Die Grünlandzahl ist 39, Bodenart sL und die Bodentiefe ca. 20 cm. Alle Flächen liegen in der Schutzzone 3 der Talsperre Lichtenberg.

Zur Zeit (2016) haben wir 5 Mutterschafe.

Der Wald besteht zu 95 % aus Fichten (teilweise auch Omorika), Lärchen, Birken und einigen Eichen.

Zum Hof gehört eine Streuobstwiese. Ein Teil des Obstes lassen wir mit einer mobilen Obstpresse zu Saft verarbeiten.

 

Der Hof wurde mal intensiver genutzt. Aus der Hofkarte von 1941 des letzten Vollerwerbslandwirtes Bruno Müller geht folgendes hervor: Neben dem Betriebsleiter bearbeiteten die Familie, 2 Frauen und der Sohn, 6 ha Ackerland, 2 ha Wiesen und 4 ha Forsten. Das Ackerland wurde für den Anbau von Roggen, Sommergerste, Hafer, Kartoffeln, Futter- rüben und Flachs genutzt. In den Ställen standen 1 Pferd, 5 Kühe, 1 Kalb, 4 Mastschweine, 25 Hühner und 5 Gänse. An Technik gab es E-Motoren, Dreschmaschine, Grasmäher, Strohpresse, Futterdämpfer und eine Waschmaschine!